Alles im grünen Bereich.

Fragen & Antworten rund um den ersten Besuch, die Behandlung und den Alltag mit Zahnspange oder Alignern.

Bereich mit Waschbecken für Patienten

Rubriken

01

Der erste Besuch

02

Kinder & Jugendliche

03

Erwachsene & Invisalign

04

Behandlung & Ablauf

05

Alltag mit Zahnspange oder Aligner

06

Mit Wissen gegen Vorurteile

07

Kosten & Organisation

08

KFO einfach erklärt

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Der erste Besuch

Für alle Fragen vor dem ersten Termin

Wann sollte mein Kind zum ersten Mal zum Kieferorthopäden?

Ein guter Zeitpunkt für eine erste kieferorthopädische Einschätzung ist häufig rund um den Beginn des Zahnwechsels. Dieser beginnt meist mit 9 oder 10 Jahren. Vorher kann eine Kontrolle aber auch hilfreich sein.  Viele Kinder werden etwa im Grundschulalter erstmals vorgestellt — besonders dann, wenn die  Zahnärztin oder der Zahnarzt, die Eltern oder das Kind selbst Auffälligkeiten bemerken. 

Bei einem frühen Termin geht es nicht automatisch darum, direkt mit einer Behandlung zu beginnen. Vielmehr kann eingeschätzt werden, ob sich Zähne und Kiefer altersgerecht entwickeln, ob etwas beobachtet werden sollte oder ob später eine Behandlung sinnvoll sein könnte.

Was passiert beim ersten Termin?

Beim ersten Termin geht es vor allem darum, Sie oder Ihr Kind kennenzulernen und eine erste Einschätzung zu bekommen. Wir schauen uns die Zähne, den Kiefer, das Zusammenbeißen der Zähne und die Kieferrelation an und fragen  mögliche Beschwerden, Auffälligkeiten und Wünsche ab. Meistens wird beim ersten Termin zunächst nur beraten. Manchmal werden aber auch schon weitere diagnostische Unterlagen wie Fotos, Scans, Abdrücke oder Röntgenbilder geplant oder erstellt. Ziel ist es, einzuschätzen, ob überhaupt ein Behandlungsbedarf besteht, wie dringend er ist und wann ein sinnvoller Zeitpunkt für den Beginn sein könnte.

Brauche ich eine Überweisung?

Eine Überweisung vom Hauszahnarzt ist für die kieferorthopädische Erstuntersuchung nicht erforderlich. Sie können direkt einen Termin in der Praxis vereinbaren. Sinnvoll ist eine Empfehlung oder Überweisung trotzdem, wenn Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt bereits etwas festgestellt hat oder Unterlagen weitergeben möchte. Bringen Sie bitte in jedem Fall die elektronische Gesundheitskarte und, falls vorhanden, andere relevante Unterlagen, wie z.B. Röntgenbilder, mit.

Muss direkt eine Behandlung begonnen werden?

Nein. Ein erster Besuch bedeutet nicht automatisch, dass sofort eine Zahnspange oder eine andere Behandlung notwendig ist. Manchmal reicht es, erst einmal zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu kontrollieren. Gerade bei Kindern hängt der richtige Zeitpunkt stark vom Wachstum, vom Zahnwechsel, der Kieferentwicklung und der konkreten Fehlstellung ab.

Manchmal ist frühes Handeln sinnvoll, manchmal ist Abwarten besser. Beim Ersttermin wird deshalb zunächst eingeschätzt, ob eine Behandlung notwendig ist, wann sie sinnvoll beginnen könnte und welche nächsten Schritte überhaupt infrage kommen.

Sollte eine Behandlung nötig sein, haben Sie immer die Möglichkeit, alles zu überdenken und sich für oder gegen eine Behandlung zu entscheiden. Wir geben Ihnen lediglich eine Empfehlung an die Hand. 

Welche Unterlagen sollten wir mitbringen?

Bitte bringen Sie zur ersten Untersuchung die elektronische Gesundheitskarte mit, wenn Sie gesetzlich versichert sind. Privatversicherte sollten ihre Versicherungsdaten bereithalten. Hilfreich sind außerdem vorhandene Unterlagen, falls es sie bereits gibt — zum Beispiel aktuelle Röntgenbilder, Arzt- oder Zahnarztberichte, eine Überweisung oder Notizen zu Beschwerden und Fragen. 

Sollten beim ersten Termin Unterlagen oder ein Röntgenbild nötig sein, besprechen wir das gemeinsam. 

Wie lange dauert ein Erstgespräch?

Die Dauer eines Erstgesprächs kann je nach Alter, Fragestellung und Umfang der Untersuchung unterschiedlich sein. In der Regel planen wir 15-20 Minuten ein. Bei Erwachsenen mindestens eine halbe Stunde.

Da wir mittlerweile unsere Unterlagen, wie die Datenschutzvereinbarung, die Anamnese und weitere Hinweise zum Ablauf über die Nelly-Plattform digital anbieten, ist es sinnvoll, diese Unterlagen bereits zu Hause auszufüllen und uns über die Plattform zukommen zu lassen. So sparen Sie sich Zeit bei uns im Wartezimmer.

Die Unterlagen zum Ausfüllen finden Sie unter folgendem Link.

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Kinder & Jugendliche

Für Eltern und junge Patientinnen/Patienten.

Was muss in der Schule beachtet werden?

Der Schulalltag ist mit einer Zahnspange normalerweise gut möglich. Bei herausnehmbaren Spangen sollten die vereinbarten Tragezeiten eingehalten und die Spange bei Bedarf sicher in einer Spangendose aufbewahrt werden. Versehen Sie die Dose am besten mit dem Namen des Kindes und eventuell Ihrer Telefonnummer. So kann sie bei Verlust leichter gefunden werden. Die losen Spangen niemals einfach in den Ranzen, die Hosentasche oder in den Sportbeutel packen. Sie könnte sich verbiegen oder einen anderen Schaden erleiden. Sollte es bei manchen Spangen zu Beeinträchtigungen der Aussprache kommen, empfiehlt es sich, das mit den Lehrern kurz zu besprechen. Wir weisen Sie auf so eine Problematik hin. Bei festen Zahnspangen ist eine sorgfältige Zahnpflege wichtig, da sich Speisereste leichter an Brackets und Drähten festsetzen können. Sollte das Putzen der Zähne in der Schule nicht gut umzusetzen sein, empfiehlt es sich, den Mund wenigstens mit Wasser gründlich auszuspülen.

Woran erkenne ich, dass mein Kind eine Zahnspange braucht?

Typische Auffälligkeiten können zum Beispiel eng oder schief stehende Zähne, fehlender Durchbruch der bleibenden Zähne, deutlich vorstehende Frontzähne, ein Kreuzbiss, ein offener Biss oder ein auffälliger Vor- oder Überbiss sein. Ob tatsächlich eine Behandlung notwendig ist, lässt sich aber nur durch eine kieferorthopädische Erstuntersuchung beurteilen.

Was ist eine Frühbehandlung?

Von einer Frühbehandlung spricht man, wenn eine kieferorthopädische Therapie bereits im Milchgebiss oder im frühen Zahnwechsel beginnt, also ab 4 Jahren. Sie kommt vor allem bei bestimmten ausgeprägten Fehlstellungen infrage, die sich verschlechtern oder das weitere Wachstum ungünstig beeinflussen könnten. Eine Frühbehandlung ist also nicht bei jedem Kind notwendig. Behandelt wird meistens ein Kreuzbiss, eine ausgeprägte Rücklage des Unterkiefers, extremer Platzmangel oder ein ausgeprägter umgekehrter Überbiss.

Tut eine Zahnspange weh?

Jeder Mensch ist anders. Jede Behandlung mit einer Zahnspange ebenso. Manche Menschen sind sehr schmerztolerant, andere haben schon bei kleineren Verletzungen ausgeprägte Symptome. Aber generell sei gesagt: Nein, Schmerzen macht eine Spange nicht.

Nach dem Einsetzen oder Nachstellen einer Zahnspange können die Zähne für einige Tage empfindlich sein oder sich Druck und Ziehen bemerkbar machen. Dies wird oft mit Schmerzen verwechselt. Hierbei hilft Ihrem Kind die klare Kommunikation, die die Unterscheidung zwischen wirklichem Schmerz und reinem Druckempfinden vereinfacht.  Stärkere oder länger anhaltende Beschwerden sollten in der Praxis abgeklärt werden. Dies möchten wir dann gerne kontrollieren und Ihrem Kind so schnell wie möglich weiterhelfen.

Kann mein Kind mit Zahnspange Sport machen?

Hierbei muss man unterscheiden, ob es sich um eine herausnehmbare oder eine festsitzende Apparatur handelt. Alles herausnehmbare muss vor dem Sport aus Gründen der Verletzungsprophylaxe entfernt werden. Bitte hierbei die Geräte in die dafür vorgesehenen, mitgegebenen Boxen legen, um einen Verlust oder eine Beschädigung zu vermeiden.

Die festsitzende Spange muss natürlich im Mund bleiben. Bei Kontakt- oder Ballsportarten kann ein geeigneter Mundschutz sinnvoll sein, um Zähne, Lippen und Wangen zusätzlich zu schützen. Sprechen Sie uns hierfür gerne an.

Ab welchem Alter ist eine kieferorthopädische Behandlung sinnvoll?

Das hängt weniger vom chronologischen  Alter als von der Entwicklung der Zähne und Kiefer ab. Die meisten regulären Behandlungen beginnen im späteren Zahnwechsel, häufig etwa zwischen 9 und 10 Jahren. Bei bestimmten Fehlstellungen kann eine frühere Behandlung sinnvoll sein. Lesen Sie hierzu gerne unter den Infos zur Frühbehandlung weiter.

Kann ich mit einer festen Spange, den Brackets, mein Blasinstrument weiterspielen?

Ja, das geht. Wie auch die Eingewöhnung mit der Zahnspange, erfordert natürlich in dem Fall auch die weitere Benutzung des Instruments eine Umgewöhnung. Wir bieten einen speziellen Schutz für die Lippen an, der auf die Brackets geklickt wird. So verhindert man Irritationen an den Lippeninnenseiten. Sprechen Sie uns hierfür gerne an.

Kann man auch bei Jugendlichen Invisalign einsetzen?

Ja, das ist möglich mit der kleinen Einschränkung, dass im aktiven Wechselgebiss öfter neue Schienen beantragt werden müssen, da der Zahndurchbruch nicht so genau vom Computerprogramm erfasst werden kann. Allerdings wird diese Behandlung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

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03

Erwachsene & unsichtbare Behandlung

Für erwachsene Patientinnen und Patienten, die eher diskret behandelt werden möchten.

Bin ich zu alt für eine Zahnkorrektur?

„Ich bin vor kurzem 60 geworden. Ein Drittel meines Lebens ist praktisch rum.“

(Woody Allen)

Man ist niemals zu alt, um sich oder seine Zähne zu verändern. Eine kieferorthopädische Behandlung ist grundsätzlich auch im Erwachsenenalter möglich und mit der heutigen Technik auch oft elegant möglich. Entscheidend sind weniger das chronologische Alter als der Zustand von Zähnen und Zahnhalteapparat sowie die Art der Zahn- oder Kieferfehlstellung. Welche Behandlung sinnvoll ist, lässt sich nach einer individuellen Untersuchung und persönlichen Beratung beurteilen.

Welche unauffälligen Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Für Erwachsene stehen verschiedene unauffällige Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören transparente Aligner und zahnfarbene Keramikbrackets. Welche Methode geeignet ist, hängt von der jeweiligen Fehlstellung und dem Behandlungsziel ab.

Was ist Invisalign?

Invisalign ist ein computergestützt hergestelltes Schienensystem, das sukzessive die Zähne bewegt und mit dem wöchentlichen Schienenwechsel stetig zum gewünschten Ergebnis führt. Hierfür werden kleine Bausteine auf die Zähne geklebt, die wie kleine Griffe wirken und so die Zahnbewegung unterstützen. Mehr hierzu auf unserer gesonderten Info-Seite zu Invisalign.

Zahlt die Krankenkasse meine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei vorhandener Indikation die kieferorthopädische Behandlung bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Danach wird die Behandlung bei Erwachsenen lediglich in Zusammenhang mit einer kieferchirurgischen Maßnahme übernommen. Lesen Sie hierzu weiter unter der Rubrik kieferorthopädisch-kieferchirurgische Behandlung. Alle anderen kieferorthopädischen Maßnahmen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen und müssen als Selbstzahlerleistung erbracht werden.

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04

 

Behandlung & Ablauf

Für alles rund um Planung, Termine und Behandlungsphasen.

Wie läuft eine kieferorthopädische Behandlung ab?

In der Regel folgen auf die erste Untersuchung eine genaue Diagnostik und die individuelle Behandlungsplanung. Es werden die Kosten geklärt und, wenn übernommen, bei der Versicherung beantragt. Danach beginnt die aktive Behandlung mit der passenden Apparatur. Regelmäßige Kontrollen begleiten den Verlauf. Am Ende schließt sich eine Stabilisierungsphase an, damit das Ergebnis möglichst erhalten bleibt. Erst nach der erfolgreichen Retentionsphase kann die Behandlung abgeschlossen werden und Ihr Eigenanteil von der Krankenkasse erstattet werden.

Wie oft sind Kontrolltermine notwendig?

Kontrolltermine finden regelmäßig statt. Wie häufig sie nötig sind, hängt von der Behandlung und der verwendeten Apparatur ab. Dabei wird geprüft, ob sich die Zähne wie geplant bewegen und ob Anpassungen erforderlich sind. Bei unseren herausnehmbaren Apparaturen kontrollieren wir, wenn nicht anders besprochen, alle 3 Monate. Bei den festsitzenden Spangen und den Alignern alle 6-10 Wochen.

Wie lange dauert eine Behandlung?

Das ist individuell verschieden. Art und Ausmaß der Fehlstellung, Wachstum und Reaktion des Gewebes spielen dabei eine Rolle. Eine kieferorthopädische Behandlung kann inklusive Stabilisierungsphase mehrere Jahre dauern. In der Regel dauert eine Frühbehandlung 1,5 Jahre, eine Hauptbehandlung im späten Wechselgebiss zwischen 3 und 4 Jahren. Bei Erwachsenen und Invisalign-Schienen kann pauschal keine Aussage getroffen werden, da dies zu individuell ist. Nehmen Sie hierfür gerne unsere Erwachsenen-Beratungstermine wahr. Diese können Sie gerne per E-Mail vereinaberen.

Was bedeutet digitale Behandlungsplanung?

Dabei werden digitale Daten wie zum Beispiel ein Intraoralscan  erhoben und genutzt, um Zahnstellung und Behandlungsziel am Computer zu erfassen und zu planen. Je nach Behandlung können die geplanten Zahnbewegungen dadurch anschaulich dargestellt werden.

Dies ist der Goldstandard bei der Behandlung mit Alignern (Invisalign).

Ich habe einen starken Würgereiz, muss ich einen Abdruck machen?

Die Abdrücke mit Abformpaste Ihrer Kiefer dienen zur Fallplanung und zur Herstellung unserer Apparaturen. Dieser Schritt kann durch einen Intraoralscan ersetzt werden. Dies ist jedoch momentan keine GKV-Leistung und wird als Selbstzahlerleistung berechnet. Sollten Sie dies wünschen, sprechen Sie uns gerne an. Wir klären Sie dann über entstehende Kosten auf.

Warum ist Mitarbeit so wichtig?

„Zusammenkommen ist ein Beginn, zusammenbleiben ein Fortschritt, zusammenarbeiten ein Erfolg“ (Henry Ford)

Um ein perfektes Ergebnis zu erhalten, müssen alle Beteiligten gut zusammenarbeiten. Das fängt mit der Planung an und hört bei der Mitarbeit auf. Der Behandlungserfolg hängt auch davon ab, dass vereinbarte Tragezeiten von Spangen oder Gummizügen eingehalten, Termine wahrgenommen und die Zähne sorgfältig gepflegt werden. Nur so kommen wir gemeinsam weiter.

Was passiert nach der aktiven Behandlung?

Nach der aktiven Zahnbewegung folgt die sogenannte Retentions- oder Stabilisierungsphase. Herausnehmbare oder feste Retainer helfen dabei, die Zähne in ihrer neuen Position zu halten und Rückbewegungen zu vermeiden. Auch in dieser Phase wird in regelmäßigen Abständen kontrolliert. Erst nach erfolgreichem Abschluss der Retentionsphase kann die Behandlung abgeschlossen und der Eigenanteil zurückerhalten werden.

Warum muss man regelmäßige Röntgenbilder anfertigen?

Innerhalb einer kieferorthopädischen Behandlung sind zu Beginn, in der Mitte der Behandlung und meist zum Ende Röntgenbilder zu erstellen. Hierauf können wir erst unsere Behandlungsplanung erstellen, da viele Berechnungen anhand der Röntgenbilder erfolgen. Die Kontrolle mittels Röntgen ist ebenso wichtig, da man so Probleme wie Wurzelverkürzung oder Entzündungen sehen kann, die ohne Röntgen nicht sichtbar wären. Ohne Röntgen lässt sich keine kieferorthopädische Behandlung planen oder durchführen. Durch unser digitales Röntgengerät ist die Strahlenbelastung auf ein Minimum reduziert. Häufig ist die Strahlenbelastung durch den Flugverkehr in Relation sogar größer.

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05

Zahnspange, Aligner & Alltag

Alltagsnahe Fragen rund um Kieferothopädie.

Was darf ich mit fester Zahnspange essen?

Grundsätzlich ist vieles weiterhin möglich. Sehr harte oder klebrige Lebensmittel sollten jedoch vermieden werden, da sie Brackets oder Drähte beschädigen können. Harte Lebensmittel am besten klein schneiden und vorsichtig kauen.

Wie putze ich meine Zähne mit Zahnspange richtig?

Mit einer festen Zahnspange ist besonders gründliche Mundhygiene wichtig. Neben der normalen Zahnbürste können Interdentalbürsten helfen, die Bereiche um Brackets und Drähte zu reinigen. Regelmäßige Kontrollen unterstützen dabei, Zahnschmelz und Zahnfleisch gesund zu halten.

Kann ich mit Zahnspange ein Instrument spielen?

Ja. Auch Blasinstrumente können mit einer festen Zahnspange gespielt werden. Zu Beginn kann eine Eingewöhnungsphase notwendig sein, bis sich Lippen und Mund an Brackets und Drähte gewöhnt haben.

Wie oft muss ich meine Aligner tragen?

Aligner müssen in der Regel fast den ganzen Tag getragen werden. Häufig werden etwa 20 bis 22 Stunden täglich empfohlen; die genaue Tragezeit richtet sich nach dem individuellen Behandlungsplan. Zum Essen, Trinken und zur Zahnpflege werden sie herausgenommen.

Was passiert, wenn ich meine Schienen zu wenig trage?

Aligner können die Zähne nur bewegen, wenn sie ausreichend getragen werden. Werden die vereinbarten Tragezeiten regelmäßig unterschritten, kann sich die Behandlung verzögern oder die Schiene nicht mehr wie vorgesehen passen. Deshalb sollten die individuellen Trageanweisungen möglichst genau eingehalten werden.

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06

Mit Wissen gegen Vorurteile

Stimmt es, dass Zahnspangen immer weh tun?

Nein. Eine Zahnspange tut nicht dauerhaft weh. Nach dem Einsetzen oder Nachstellen kann für einige Tage ein Druck- oder Spannungsgefühl auftreten. Das ist meist vorübergehend.

Sieht man eine Zahnkorrektur immer sofort?

Nein. Es gibt heute deutlich unauffälligere Möglichkeiten als klassische Metallbrackets, zum Beispiel transparente Aligner. Ganz unsichtbar ist eine kieferorthopädische Behandlung aber nicht immer.

Sind Zahnspangen nur etwas für Kinder?

Nein. Auch Erwachsene können kieferorthopädisch behandelt werden. Ob eine Behandlung sinnvoll und möglich ist, hängt vom individuellen Befund sowie vom Zustand von Zähnen und Zahnhalteapparat ab.

Dauert eine Behandlung immer mehrere Jahre?

Nein. Die Dauer ist sehr unterschiedlich und hängt unter anderem von Art und Ausmaß der Fehlstellung sowie vom Behandlungsziel ab. Kleinere Korrekturen können schneller abgeschlossen sein als komplexere Behandlungen.

Hinterlassen feste Zahnspangen Flecken auf den Zähnen?

Nicht automatisch. Weiße Flecken können entstehen, wenn sich um Brackets über längere Zeit Zahnbelag ansammelt und der Zahnschmelz entkalkt. Eine sorgfältige Mundhygiene ist deshalb während der Behandlung besonders wichtig.

Sind Aligner wirklich so unkompliziert, wie man hört?

Aligner sind herausnehmbar und im Alltag meist sehr unauffällig, verlangen aber Mitarbeit. Sie müssen in der Regel etwa 20 bis 22 Stunden täglich getragen werden und sollten nur zum Essen, Trinken und zur Zahnpflege herausgenommen werden. Welche Fälle sich für Aligner eignen, muss individuell beurteilt werden.

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07

Kosten, Krankenkasse & Organisation

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen werden die Kosten einer medizinisch notwendigen kieferorthopädischen Behandlung ab KIG 3 übernommen. Zunächst ist ein Eigenanteil zu zahlen, der nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung von der Krankenkasse erstattet wird. Bei Erwachsenen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Behandlung in der Regel nur bei schweren Kieferanomalien, die eine kombinierte kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung erfordern.

Was bedeuten die kieferorthopädischen Indikationsgruppen?

Die kieferorthopädischen Indikationsgruppen, kurz KIG, teilen Zahn- und Kieferfehlstellungen in fünf Schweregrade ein. Bei gesetzlich versicherten Kindern und Jugendlichen übernimmt die Krankenkasse die Regelversorgung bei den Schweregraden 3, 4 und 5. Bei KIG 1 und 2 besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse.

Welche Leistungen sind privat zu zahlen?

Leistungen, die über die gesetzliche Regelversorgung hinausgehen, können zusätzliche Kosten verursachen. Dazu gehören je nach Behandlung sogenannte Mehr- oder Zusatzleistungen. Vor einer solchen Behandlung sollten die Leistungen und entstehenden Kosten transparent besprochen und schriftlich vereinbart werden.

Gibt es Ratenzahlung?

Sprechen Sie uns an, wir finden eine Lösung.

Was passiert, wenn wir einen Termin absagen müssen?

Wenn Sie einen Termin nicht wahrnehmen können, informieren Sie die Praxis bitte möglichst frühzeitig, damit der Termin neu vergeben werden kann.

Wo können wir parken?

Direkt an der Praxis stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung. Die Praxis liegt in der Kantstraße 58a in Saarbrücken-Dudweiler, in der Nähe der Universität des Saarlandes.

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08

KFO einfach erklärt

Was bedeutet Retainer?

Ein Retainer dient dazu, das Ergebnis nach der aktiven kieferorthopädischen Behandlung zu stabilisieren. Er kann fest hinter den Zähnen befestigt oder herausnehmbar sein und hilft dabei, Rückbewegungen der Zähne zu vermeiden.

Was ist ein Bracket?

Brackets sind kleine Befestigungselemente einer festen Zahnspange. Sie werden auf die Zähne geklebt und mit einem Drahtbogen verbunden, über den die Kräfte zur Zahnbewegung übertragen werden.

Was ist ein Aligner?

Ein Aligner ist eine herausnehmbare, transparente Kunststoffschiene zur Korrektur bestimmter Zahnfehlstellungen. Die Schienen werden in einer festgelegten Reihenfolge getragen und bewegen die Zähne schrittweise in die geplante Position.

Was bedeutet Compliance?

Mit Compliance ist die Mitarbeit der Patientin oder des Patienten gemeint. Dazu gehört zum Beispiel, vereinbarte Tragezeiten einzuhalten, Kontrolltermine wahrzunehmen und die Hinweise zur Zahnpflege zu beachten. Gerade bei herausnehmbaren Apparaturen ist diese Mitarbeit wichtig für den Behandlungserfolg.

Was ist ein 3D-Scan?

Ein 3D-Scan, meist mit einem Intraoralscanner, erfasst Zähne und Mundraum digital. So entsteht ein dreidimensionales Modell, das je nach Behandlung für Diagnostik, Planung und Verlaufskontrolle genutzt werden kann.

Was ist eine Frühbehandlung?

Eine Frühbehandlung ist eine kieferorthopädische Behandlung, die bereits im Milchgebiss oder frühen Wechselgebiss beginnt. Sie kommt bei bestimmten Fehlstellungen infrage, wenn zum Beispiel eine Wachstumsbeeinträchtigung oder eine Verschlechterung droht.

Was bedeutet Retention?

Retention bezeichnet die Phase nach der aktiven Zahnbewegung. In dieser Zeit wird das erreichte Behandlungsergebnis mit Retainern oder anderen Halteapparaturen stabilisiert, damit sich die Zähne möglichst nicht wieder zurückbewegen.

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